Hundetrainerlehrgang in Alsfeld-Lingelbach
Ein Erfahrungsbericht über eine Woche mit vielen neuen Erfahrungen, Herausforderungen, Prüfungen, kräftezehrenden Gesetzestexten, interessanten Vorträgen und vielen tollen und lustigen Momenten.
Da ich keine Erfahrungen in Hundeschulen, Hundevereinen oder generell mit Hundesport hatte, stellte ich mich auf eine anstrengende Woche ein – ich sollte nicht enttäuscht werden.
Am Montag quälten wir uns durch die Gefahrenabwehrverordnung und genossen jede Pause. Am Abend wurden wir zum Ausgleich zum 6-Kampf-Training von Küttner’s Hundeschule und anschließend zum Grillen auf dem Hundeplatz eingeladen. Wir waren uns einig, dass im 6-Kampf viele tolle Übungen enthalten sind, die wir auch in unseren Gruppen zu Hause umsetzen wollen.
Der Dienstag war ebenfalls sehr anstrengend. Nicht nur die Theorie machte mir zu schaffen, sondern auch die Sicht- und Wetterverhältnisse auf dem Hundeplatz. Dementsprechend müde fielen die meisten von uns am Abend ins Bett.
Der Vortrag der Tierärztin am Mittwoch hat uns alle begeistert, auch wenn uns etwas die Zeit im Nacken steckte, da wir noch für die praktischen Prüfungen am Nachmittag üben wollten. Diese waren übrigens ohne praktische Vorerfahrungen eine echte Herausforderung.
Der Donnerstag war geprägt von Prüfungen. Leider bestand nicht einmal die Hälfte der Teilnehmer die erste schriftliche Prüfung und musste sie am Samstag wiederholen. Dementsprechend angespannt verliefen der Nachmittag und der Stadtgang. Das Problem der schriftlichen Prüfungen bestand darin, dass wir zu viel in die Fragen hineininterpretierten und auf die fiesen Fragestellungen des sonst recht gut verständlichen Sachverhalts reinfielen.
Der Freitag war mit Abstand der ruhigste Tag der Woche, auch wenn für einige noch die Nachprüfung anstand. Der Vortrag der Groomerin über Fellpflege war sehr informativ und hat mir deutlich gemacht, was bei der Pflege alles berücksichtigt werden muss und wie viel Fachwissen dafür eigentlich nötig ist. Den frühen Feierabend nutzten wir um uns auf die Prüfungen am Samstag vorzubereiten. Dennoch mussten wir das gemeinsame Lernen gegen 21:00 abbrechen, da keiner mehr aufnahmefähig war.
Die Prüfungen am Samstag waren mir wesentlich angenehmer als die vom Mittwoch oder Donnerstag. Zum einen hatten wir die Möglichkeit uns gerade auf die praktische Prüfung gemeinsam vorzubereiten und zum anderen waren die Fragen der schriftlichen Prüfung leichter verständlich. So langsam bekam ich die praktische Erfahrung auf dem Hundeplatz, die mir auch bei den ersten Prüfungen nützlich gewesen wäre. Man kannte jetzt die Hundeschüler, die Gepflogenheiten, die Kommandos und wusste so langsam auf was es ankommt.
Werner und Bertold waren immer ansprechbar und haben uns jederzeit alle Fragen beantwortet. Sie haben gut ausgeteilt, jede Menge Druck aufgebaut - angeblich um uns zu motivieren - haben aber auch gut unsere ganzen sarkastischen Bemerkungen weggesteckt! Rückblickend kann ich sagen, es gab viel zu lernen, viele Prüfungen zu überstehen, aber auch viel zu lachen.
Ann-Kristin Angermüller







